Call for Contributions trans23 Grenzen

08.03.2013

Eingabefrist Abstract: 5. April 2013 /

Eingabeschluss fertiger Beitrag: 24. Mai 2013

Zürich, 8. März 2013. ‹trans› ist das halbjährlich erscheinende Fachmagazin des Architekturdepartements der ETH Zürich und wird seit 1997 von einer unabhängigen, studentischen Redaktion geführt. Das Heft diskutiert aktuelle Themen der Architektur und des Städtebaus im Spannungsfeld von Gesellschaft, Politik, Philosophie und Kunst. ‹trans› versteht sich somit als Plattform des Disziplinen übergreifenden Diskurses.

Wenn wir tagtäglich und von jedem beliebigen Ort skypen, mailen und auf unseren Server zugreifen, erscheint uns die Welt grenzenlos. Dabei bewegen wir uns meist in einem abgesteckten Rahmen, richten uns nach Normen und Gesetzen und stossen an die Grenzen des Machbaren, unserer Vorstellungskraft und Belastbarkeit.  Als angehende Architekten versucht die Hochschule uns auf diesen Weg vorzubereiten. Wir lernen unseren Blick zu schärfen und unser Wissen in den verschiedensten Disziplinen zu vertiefen. Zugleich organisieren wir uns alleine oder im Team und strukturieren unsere Zeit, um mit der wachsenden Arbeitsbelastung umzugehen. Wer seinen Horizont nicht nur vor Ort erweitern möchte, geht für ein Semester nach Delft, Boston oder Singapur: Territoriale Grenzen scheinen in unserer heutigen vernetzten Welt kein Hindernis mehr zu sein. Teils sind sie nur auf einer Karte zu erkennen, teils werden sie von Flüssen, Gebirgszügen oder menschlich geschaffenen Grenzwällen klar markiert. Grenzen können sich verschieben und neu definiert werden, wie bei der geplanten Revision des Raumplanungsgesetzes gegen eine fortschreitende Zersiedelung der Schweiz. Das Bewusstsein über knappe Ressourcen ist spätestens in den 1970er Jahren mit der Ölkrise aufgekommen, was sich in Studien wie ‹The Limits to Growth› des Club of Rome und in Aktionsprogrammen wie der ‹Agenda 21› der Vereinten Nationen manifestierte. In einer Welt, die sich zusehends auf einem schmalen Grat zwischen Blase und Crash, Wachstum und Zerfall bewegt, wird das Reflektieren über mentale und körperliche Grenzen essentiell. Was ist grenzwertig, was grenzt uns ein und wo sind wir grenzenlos?

Für die Auseinandersetzung suchen wir Positionen, Thesen und Perspektiven. In ihrer Form divers und ihrem Inhalt entsprechend, können sowohl wissenschaftliche Arbeiten, persönliche Essays, Traktate, Portraits, als auch Grafiken, Fotostrecken oder Bildcollagen eingereicht werden. Zunächst sind wir an einem kurzen Beschrieb Ihres Beitrages in Form eines Abstracts interessiert. Dieses sollte maximal eine A4-Seite bzw. 600 Wörter umfassen, möglicherweise ergänzt durch wenige Bilder. Bitte senden Sie uns Ihr Abstract bis am 5. April 2013 per Mail. Der abgeschlossene Beitrag sollte uns bis 24. Mai 2013 vorliegen. ‹trans23› wird im September 2013 im Buchhandel erhältlich sein.