CALL FOR CONTRIBUTIONS TRANS24 NORMIERT

27.09.2013

Eingabefrist Abstract: 14. Oktober 2013 /

 

Eingabeschluss fertiger Beitrag: 9. Dezember 2013

 

Zürich, 25. September 2013. ‹trans› ist das halbjährlich erscheinende Fachmagazin des Architekturdepartements der ETH Zürich und wird seit 1997 von einer unabhängigen, studentischen Redaktion geführt. Das Heft diskutiert aktuelle Themen der Architektur und des Städtebaus im Spannungsfeld von Gesellschaft, Politik, Philosophie und Kunst. ‹trans› versteht sich somit als Plattform des Disziplinen übergreifenden Diskurses.

Richtlinien, Vorschriften und Gesetze bestimmen, was erlaubt ist und was nicht. Doch Normen sind nicht bloss ein der Gesellschaft auferlegter Zwang, sondern basieren auf den ihr inhärenten Grenzen und Konventionen. Spätestens nach den ersten Semestern am Architekturdepartement der ETH Zürich bildet sich für die Studierenden ein Zustand der Normalität heraus. Die experimentelle Entwurfsphase ist vorüber, es herrscht ein interner Konsens darüber, was gut, was schlecht, was normal und was abnormal ist. Studierende und Professoren setzen dabei die Standards, die Normen fest. Der Begriff ‹Norm› leitet sich vom lateinischen ‹norma› ab, das ursprünglich das Winkelmass bezeichnete. Normieren bedeutet ‹‹zu begradigen, zu richten und wieder ins Lot zu bringen››1. Zur Norm wird, was als normal gilt. Normal ist, was der Norm entspricht. Doch was ist eigentlich normal? Wer bestimmt Normalität? Wie werden Normen geschaffen? Wann sollte man sie befolgen, wann darf man sie brechen? Dient die Norm als Leitfaden im unscharfen Grenzbereich zwischen Sicherheit und Risiko oder standardisiert sie, wo es nichts zu regeln gibt? Führt sie zu einer groben Vereinheitlichung und damit Vereinfachung der chaotischen Realität oder schaffen Regelwerke bloss Monotonie und Langeweile? Ist die Norm Zeichen einer stabilen Kultur oder doch der sozialen Resignation? ‹trans24› beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld zwischen Orientierungsmustern und Chaos, Massenprodukt und Massanfertigung, totalitärer Gleichschaltung und dem Wunsch danach, anders zu sein, als die normierte Masse. 

Für die Auseinandersetzung suchen wir Positionen, Thesen und Perspektiven. In ihrer Form divers und ihrem Inhalt entsprechend, können sowohl wissenschaftliche Arbeiten, persönliche Essays, Traktate, Portraits, als auch Grafiken, Fotostrecken oder Bildcollagen eingereicht werden. Zunächst sind wir an einem kurzen Beschrieb Ihres Beitrages in Form eines Abstracts interessiert. Dieser sollte maximal eine A4-Seite bzw. 600 Wörter umfassen, möglicherweise ergänzt durch wenige Bilder. Bitte senden Sie uns Ihren Abstract bis zum 14. Oktober 2013 per Mail. Der abgeschlossene Beitrag sollte uns bis zum 9. Dezember 2013 vorliegen. ‹trans24› wird im März 2014 im Buchhandel erhältlich sein.