CALL FOR CONTRIBUTIONS TRANS 29 ‹ECKE EDGE ANGLE›

04.03.2016

 

‹Ecke, edge, angle› allesamt Grundelemente der Geometrie, durchdringen als räumliche Metaphern unser Denken und unsere Sprache. Unklare Gedanken scheinen uns verwinkelt, bei ungewissem Ausgang steht etwas auf der Kante, ohne angemessene Umgangsformen ecken wir bei anderen Menschen an. Im Sprachgebrauch bekommen neutrale räumliche Begriffe eine emotionale Konnotation.

Auf dem Zeichenpapier und im Raum entstehen Ecken, Kanten und Winkel dort, wo Körper, Flächen oder Linien aufeinander treffen. In der Architektur geben sie uns eine räumliche Idee. Sie begrenzen, schließen ein, spannen Räume auf. Wie können Ecken, Kanten und Winkel konstruktiv ausgeführt werden? Welche Bedeutung transportieren sie dadurch? Wie beeinflussen sie unsere Bewegung? Wie treffen Häuser, Plätze, Strassen aufeinander? Wie können Knotenpunkte bewältigt werden?

Das Aufeinandertreffen birgt Probleme wie auch Möglichkeiten: Der ‹dorische Eckkonflikt› oder die ‹Mies’sche Ecke› sind beispielhaft für das Potential, welches sich beim Aufeinandertreffen einzelner Elemente oder ganzer Systeme ergibt. Für die als lineares System entwickelte Architektur ist die Ecke, der Abschluss, stets ein Sonderfall. Ihr gegenüber stehen Architekturen, die aus dem Problem des Abschlusses entwickelt werden und aus ihm ihre konzeptuelle Kraft schöpfen.

Aufeinandertreffen, fügen, verbinden – ‹Ecke, edge, angle› werden die Themen von trans 29 sein. Damit rufen wir zur architektonischen Auseinandersetzung auf. Es sind sowohl wissenschaftliche Arbeiten, persönliche Essays, Pamphlete, Dokumentationen wie auch Grafiken, fotographische Arbeiten oder hybride Methoden der Auseinandersetzung möglich. Vorerst sind wir an einem Kurzbeschrieb Ihres Beitrags interessiert und bitten Sie uns Ihr Abstract bis zum 18. März per Mail zukommen zu lassen. Der vollendete Beitrag sollte bis zum 27. Mai vorliegen. 

trans 29 wird ab Mitte September 2016 im Buchhandel erhältlich sein.